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Manchmal, ganz selten, überfällt mich das Gefühl, allein und erdrückend einsam im Universum zu sein. Dann habe ich für einen Moment alle Freunde und Verwandten vergessen, die mein Leben zu einem gemeinsamen Unternehmen machen. Dann tritt mir der Angstschweiß auf die Stirn, denn dann fühle ich mich wie ein verlorener Astronaut im All, der frei und ohne jedes Rettungsseil durch das unendliche Universum schwebt, völlig allein zurückgelassen von dem Raumschiff, mit dem er kam. Und mal ehrlich: So ist es doch auch. Oder etwa nicht?
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Heute, endlich mal wieder nach langer Zeit, habe ich in einem Schaufenster ein Kleidungsstück gesehen, das mir wirklich gut gefiel. Das gibt es nicht oft in meinem Leben, denn erstens bin ich kein Mode-Besessener, nicht einmal ein Mode-Aufmerksamer, und zweitens bin ich auch sonst nicht oft eins mit dem Mainstream. Aber heute – ein schönes Kleidungsstück! Ich hätte sofort zugegriffen, selbst der Preis wäre mir fast egal gewesen, doch leider: 100% Polyester :-(
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Flamingos in Deutschland? Absurder Gedanke. Und doch leben diese Tiere seit vielen Jahrzehnten im Zwillbrocker Venn im Kreis Borken, im westlichsten Teil des Münsterlandes, direkt an der niederländichen Grenze. In Freiheit! Schon 1938 wurden Teile dieser Moorlandschaft zum Naturschutzgebiet erklärt. Seit den 70er Jahren sind neben unzähligen Möwen auch verschiedene Flamingo-Arten hier heimisch.
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Kürzlich, pünktlich zu Weihnachten 2024, ist mir klargeworden, warum ich keine Geschenke mag. Kürzlich erst. Das ist komisch, denn schon immer muss ich mich rechtfertigen dafür, warum ich sowohl aufs Schenken als auch aufs Geschenkekriegen verzichte, zu Weihnachten, zum Geburtstag und sonstwann. Ich stottere dann immer etwas von – keine Ahnung, was ich dann immer stottere. Jedenfalls mag ich keine Geschenke. Das ist auch der Hauptgrund, warum ich Weihnachten nicht leiden kann. Aus vollem Herzen. Denn bei Weihnachten geht es – ums Schenken.
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Wir leben in turbulenten Zeiten. Wer will das bestreiten? Klimawandel, Krieg in Europa, wachsender Populismus in Politik und Gesellschaft, Inflation, Spaltung, Extremismus – vieles davon ist beängstigend für die meisten Menschen meines Umfelds. Ich selbst habe nie einen Krieg erleben müssen, doch jetzt steht er – gefühlt – vor der Tür. „Die Aussicht auf ein gutes Leben schwindet“, sagt der Studienleiter der aktuellen Studie „Jugend in Deutschland 2024“, wenn er über die Sorgen junger Menschen der Generation Z spricht (14 bis 29 Jahre). Und tatsächlich hat man oft den Eindruck, als ereile uns zur Zeit eine Katastrophe nach der anderen. Wie soll man in diesen Zeiten die Hoffnung bewahren?
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Ja, klar. Titel und Artikelbild sind reines Clickbaiting. Doch wenn dieser Artikel dadurch mehr Aufmerksamkeit erfährt, so hat er es verdient ;-) Denn es geht um die Fähigkeit des Menschen, mathematische Potenzen zu beurteilen. Oder eben die Nicht-Fähigkeit. Ein sehr wichtiges und ebenso vernachlässigtes Thema in Pandemie- und Klimawandel-Zeiten – mehr darüber weiter unten. Also bitte nicht gleich weglaufen, wenn du Mathe hasst.
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Als Programmierer habe ich seit Jahrzehnten ein großzügiges Backup-Konzept für meine Daten. Auch wenn mir schon so manche Maschine abgeraucht ist, hatte ich dennoch nie einen nennenswerten Datenverlust. Redundanz lautet das Zauberwort; je mehr Backups existieren, desto sicherer sind die digitalen Dinge, die ich mir erarbeitet habe. Ab sofort gehört auch die Cloud als Backup-Speicher zu meinem Konzept.
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Im Rahmen eines Preisgewinns im Ende 2021 (1. Preis für eine Kurzgeschichte) wurde ich zu einem zweiwöchigen Schreibaufenthalt nach Brüsenhagen/Prignitz/Brandenburg eingeladen. Ich wohnte dort auf Hof Obst in einer geräumigen Ferienwohnung und hatte alle Zeit der Welt, um neue Texte zu schreiben. Neben den äußerst netten Menschen, die ich kennenlernen durfte, hat mich besonders die Landschaft beeindruckt und ihre Auswirkungen auf meine Großstädterseele.
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Gestern im TV war es wieder soweit: In einer Straßenumfrage sagte jemand auf die Frage, ob er denn bei der anstehenden Bundestagswahl wählen würde: „Nein. Wen soll man denn wählen?“. Jemand anderes ergänzte: „... bei dem Kasperletheater ...“ Nicht dass solche Aussagen neu für mich wären. Im Gegenteil, in meiner Wahrnehmung scheinen sie überhandzunehmen. Immer wieder höre ich von Unentschlossenheit bis zuletzt und einer erklärten Hilflosigkeit, die ich eher aus Zeiten der DDR-Mangelwirtschaft erwartet hätte: „Ja, was soll man denn kaufen? Es ist ja nichts da?“
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Die Insekten werden weniger. So platt kann man den Begriff „Insektensterben“ erläutern. Doch so einfach kann es natürlich nicht bleiben. Mit dem Insektensterben verhält es sich nämlich, wie mit dem Klimawandel und der Corona-Krise: Es wird um Zahlen und Ursachen gestritten. Es werden wissenschaftliche Studien eingefordert, die dann angezweifelt werden, wenn sie nicht gefallen. Beim Insektensterben ist es die Frage, ob seit 30 Jahren die Insekten-Biomasse um 75% geschrumpft ist oder um weniger, und ob nun die Landwirtschaft, der Klimawandel oder doch vielleicht die Autofahrenden schuld daran sind. Dass es vielleicht all diese gemeinsam zu verantworten haben könnten (und andere) und dass es vielleicht egal ist, ob es nun 75% oder nur 35% sind, das höre ich selten. Tatsache ist, dass die Insekten weniger werden. Und es ist schön zu sehen, dass es Menschen gibt, die einfach was dagegen unternehmen.
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