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Gesellschaft

 
Ein Steinweg an der Kleinen Emscher in Oberhausen Buschhausen

Die Kleine Emscher ist ein Altarm der Emscher. Sie fließt von Oberhausen-Buschhausen nach Duisburg-Walsum und mündet dort in den Rhein. Diesen Weg bin ich neulich gegangen, über einen sehr schönen Fuß-/Radweg, vorbei an grünen und sehr naturnahen Kleine-Emscher-Auen. Und was sehe ich da am Wegesrand in Buschhausen? Diesen wundervollen Steinweg. Ich konnte nicht anders und habe einige dieser liebevoll gestalteten Steine fotografiert, um sie hier zu präsentieren. Für mich war dies ein besonderer Gruß meiner Mitmenschen in einer schweren Zeit des Social Distancings. Danke :-) Er hat mir den Tag verschönert.

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Das Corona-Hamstern geht weiter

Wer sind eigentliche die Leute, die das ganze Klopapier gekauft haben? Ich kenne keinen, jedenfalls keinen, der es von sich aus zugibt. Aber ich kann mir die Antwort schon vorstellen, wenn ich einen solchen Menschen nach dem Warum fragen würde: „Wenn es zu einem Engpass kommt, dann habe ich jedenfalls noch welches.“ Oder: „Das geht dich gar nichts an. Ist doch meine Sache, wie viel Klopapier ich kaufe.“ Während die erste Aussage zweifelsohne richtig ist, ist die zweite um so falscher. Ich versuche jetzt seit gut einer Woche, irgendwo Klopapier zu ergattern. Noch habe ich drei Rollen, aber die sind bald Geschichte. Dann habe ich keins mehr, weil es zu einem Engpass gekommen ist – an dem nicht Corona Schuld ist!

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Iran und Israel in der Corona-Krise

Als im 14. Jahrhundert die Pest in Europa wütete, sahen viele Menschen dies als Strafe Gottes an. Auch heute gibt es einzelne Personen, die Corona als Strafe Gottes bezeichnen. Oder zumindest als Folge mangelnden Glaubens. Oder zumindest halten manche einen starken religiösen Glauben für ein wirksames Gegenmittel gegen Corona, wie beispielsweise der Schweizer Weihbischof Marian Eleganti, der nicht verstehen will, warum von der Mundkommunion abgeraten wird oder Weihwasserbecken leer bleiben sollen, oder auch iranische Gläubige, die Moschee-Türen und andere Glaubenssymbole ablecken, um ihren Glauben zu demonstrieren.

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Die Bahn und ihr Problem mit der Datenverarbeitung

Vorweg: Ich fahre oft und sehr gerne mit der Bahn! Lange habe ich nicht verstanden, warum ständig über die Bahn gemeckert wird. Über ihre Unpünktlichkeit. Die paar Verspätungen habe ich gern hingenommen, wohl wissend, wie komplex die Logistik ist, die hinter der Einhaltung des Bahn-Fahrplans steht. Das sehe ich heute auch immer noch so und verteidige die Bahn, wo ich kann. Was ich aber zu hassen gelernt habe, ist das Problem, das die Bahn mit ihrer Datenverarbeitung hat – und so auch mit ihrer Informationspolitik.

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Dein Kind auch nicht

Das Recht am eigenen Bild – das gibt es. Zumindest theoretisch. Das Gesetz gibt mir das Recht zu bestimmen, welche Bilder von meiner Person, also Fotos oder Filme, veröffentlicht werden und welche nicht. Seit 2019 gilt dies in verstärktem Maße für die digitalen Medien, also für Facebook und Co. Wie gesagt, das Recht am eigenen Bild gibt es. Aber: nicht für Kinder, könnte man meinen.

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Astrid Lindgren in der Paulskirche 1978

Bei meinen Recherchen zu meinem zweiten Buch Weltfrieden ist aus stieß ich auf Astrid Lindgrens Rede, die sie 1978 in der Frankfurter Paulskirche hielt. Anlass war die Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels, den sie dort entgegennahm. Sie war nicht nur die erste Kinderbuchautorin, die je diesen renomierten Preis erhielt, sie sorgte durch ihre Dankesrede auch fast für einen Eklat. Nach Vorab-Begutachtung ihrer Rede durch die Organisatoren der Preisverleihung wurde ihr nahegelegt, den Preis ohne Dankesrede entgegenzunehmen. Sie aber wollte den Preis nicht, ohne reden zu dürfen, und so durfte sie schließlich doch.

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Radweg-Ende – Wem gehört die Straße

In ihrem Wahlprogramm von 1998 behaupteten die Grünen, 5 DM für einen einzigen Liter Benzin seien angemessen und ein ökologisch wichtiges Ziel. Nachdem sie daraufhin öffentlich verlacht und verprügelt worden waren, habe ich diese Forderung nie wieder von ihnen gehört. Heute nun las ich einen Artikel, der das Zeug hätte, eine ähnliche Empörung und Massenschelte hervorzurufen. Diesmal ist es der VCD, der Verkehrsclub Deutschland, der Dinge sagt wie „Parkplätze müssen weg“ oder „Erhöhte Parkgebühren wirken besser, wenn die Bußgelder für Falschparker hoch sind [...]“. (s. fairkehr 5/2018)

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USA und Europa

America First! Mit diesem Slogan hat ein egomanischer Populist den Stuhl des amerikanischen Präsidenten erobert. Diese Worte haben einen Großteil der Amerikaner davon überzeugt (wenn auch nicht die Mehrheit, wie wir ja wissen), einem impulsiven Wahrheitsbeuger das Schicksal des Landes, ja der ganzen Welt anzuvertrauen. Vor wenigen Tagen nun hat Amerikas Fürst ein Dekret unterzeichnet, nach dem (u.a.) keinerlei Bürger bestimmter muslimischer Staaten mehr in die USA einreisen dürfen – vorerst für 90 Tage.

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Zurück

Tausendsechshundert Wörter. Das ist die Obergrenze. Ein Literaturwettbewerb mit dem Thema: Rückwärts. Gedicht oder Prosa. Ich bin ja mehr der Mann für Prosa.

Rückwärts also. Da muss doch was gehen. Dazu fallen mir gleich tausend Dinge ein. Rolle rückwärts zum Beispiel. Na gut, das Thema trägt vielleicht nicht die ganzen tausendsechshundert Wörter lang. Aber rückwärts Einparken. Rückwärts Einparken trägt weit, sehr weit.

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LED-Leuchtmittel

Da möchte man was für die Umwelt tun – oder wenigstens nicht so viel dagegen –, da sieht man sich unversehens genötigt, den eigenen ökologischen Fußabdruck auf Erden doch wieder unnötig zu vergrößern. Ich kaufe mir also ein modernes Leuchtmittel, so eine „Glüh“birne mit sparsamen LEDs, freue mich schon über meinen sinkenden Stromverbrauch, und schon folgt die Enttäuschung auf dem Fuße: die Plastik-Verpackung.

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„Angriff auf die Tonstudios“ lautet der Titel eines Artikels in der Frankfurter Rundschau vom 20.August. Da gibt es doch tatsächlich einen neuen Online-Dienst, der für Hobbymusiker das Mastering der im Heimstudio aufgenommenen Songs erledigt. Bisher war dieser Produktionsschritt noch den Profis in teuren Tonstudios vorbehalten – eine Arbeit, die eine Menge Erfahrung sowie technische und vor allem musikalische Fähigkeiten erfordert. Oder erfordert hat. Denn jetzt können das auch Computer.

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Old School

„Google kauft Spezialisten für vernetzte Haustechnik.“ oder „Google kauft Thermostat-Produzenten Nest.“ oder „Google kauft Nest Labs für 3,2 Milliarden Dollar.“ Auf diese Schlagzeilen machte mich ein Freund aufmerksam, den ich guten Gewissens als noch größeren Fortschrittspessimisten bezeichnen kann, als ich es schon bin. Fast immer, wenn wir uns sehen, diskutieren wir über die schöne neue Welt, kontrovers oft, aber sehr häufig kann ich nicht anders, als ihm in Vielem Recht zu geben. Und das tut meist sehr weh!

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"Wir können doch wählen, was wir wollen", sagt der Kabarettist Volker Pispers seit Jahren in seinem zeitlosen, aber stets aktualisierten Programm Bis Neulich. "Rot-Grün, Schwarz-Gelb, die große Koalition, wir hatten schon Ampeln, Schwampeln und Hampeln", behauptet er und fragt, was sich denn auf sozialer Ebene jeweils verbessert habe in Deutschland. Nichts, so resümiert er, und denjenigen, die das nicht glauben wollen, gibt er sechs Wochen Zeit zu recherchieren. Warum nichts? Weil die fünf ehemaligen Regierungsparteien "sich alle in demselben Argumentationskreislauf des kapitalistischen Wirtschaftssystems bewegen."

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Merkel/Steinbrück

Vier Kontrahenten trafen gestern Abend aufeinander in einem senderübergreifenden Gemeinschaftsprogramm: Peter Kloeppel von RTL, Maybritt Illner vom ZDF, Anne Will von der ARD und Stefan Raab von Pro7. Es war wieder Rededuell-Zeit im deutschen Fernsehen. Ach ja, Peer Steinbrück und Angela Merkel waren auch da.

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Der Tod gehört ins Leben

Die vorvergangene Woche war Sterbewoche in der ARD. "ARD-Themenwoche: Leben mit dem Tod", so lautete der offizielle Titel. Zahlreiche Fernsehsendungen, Magazine, Dokus, Talkrunden und Spielfilme beschäftigten sich mit einem ungeliebten Thema. Selbst die Sendung mit der Maus war in dieser Woche eine "Sterbemaus".

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einsamer Demonstrant

Was man nicht alles erleben kann in einer deutschen Möchtegern-Großstadt. Da schlendert man ohne Argwohn durch die Innenstadt und begegnet einem Mann mit einem arg schwarzen Plastik-Poncho und mit Walking-Stöcken, die ihn dabei unterstützen, dauerhaft die Arme zu den Seiten auszubreiten. Nur so ist er nämlich in der Lage, als lebendes Plakat zwei arg provokative Thesen unters Volk zu bringen:

"ARGE DISKRIMINIERT DEUTSCHE"
und
"ARGE GLAUBT MUSLIMEN ALLES"

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Die alte Eiche in der Schülerzeitschrift

Es muss Anfang 1981 gewesen sein, als die alte Eiche geschlagen wurde. Sie stand auf einer Straßeninsel an der Kreuzung Böddinghauser Weg / Albert-Schweitzer-Straße in Plettenberg-Böddinghausen. Plettenberg ist eine Kleinstadt im beschaulichen Sauerland (NRW). Ich war damals Schüler am Albert-Schweitzer-Gymnasium (damals noch Neusprachliches Gymnasium Plettenberg) in Sichtweite der Eiche und habe als völlig unpolitischer Jugendlicher nur am Rande mitbekommen, dass der Böddinghauser Weg ausgebaut werden sollte. Im Zuge dessen musste die Eiche weichen, und auch von Angehörigen meiner Schule gingen damals lautstarke Proteste aus. Zwar weiß ich noch, wie ich die Protestler bewunderte für ihr Engagement und mit ihnen um ihren Schützling bangte, doch so richtig realisiert habe ich das Ringen um den Baum erst, nachdem in einer Nacht-und-Nebel-Aktion vollendete Tatsachen geschaffen worden waren. Eines Morgens war die Eiche einfach weg.

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Pareto-Prinzip

Vilfredo Frederico Pareto erkannte irgendwann um 1900, dass 80% des italienischen Volksvermögens in den Händen von 20% der Bevölkerung lag. Aus dieser Erkenntnis entwickelte sich das Pareto-Prinzip, das so oder sehr ähnlich in unzähligen Lebensbereichen beobachtbar ist. Beispielsweise wird immer wieder darauf hingewiesen, dass 20% des Arbeitsaufwandes (Zeit, Ressourcen, Energie) ausreichen, um 80% eines Projektes zu erledigen. Die restlichen 80% Aufwand tragen nur zu weiteren 20% des Gesamtergebnisses bei. Welche Schlüsse man daraus zieht, ist jedoch vom eigenen Charakter abhängig.

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Tempolimit
von MK-CH1 [Public domain],
via Wikimedia Commons

Mittwoch 16.05.2012: Wie in jedem Jahr um diese Zeit bin ich im Auto unterwegs zu meinem geliebten Himmelfahrts-Kurzurlaub in den Niederlanden. Direkt hinter der Grenze lacht es mir freundlich entgegen, das übergroße Hinweisschild für die Unwissenden: In den Niederlanden gilt Tempo 120 auf den Autobahnen und Tempo 80 auf Landstraßen. Warum eigentlich nicht Tempo 30 innerhalb geschlossener Ortschaften, frage ich mich, denke aber nicht weiter drüber nach. Besser konzentriere ich mich darauf, die 120 nicht zu überschreiten, denn die Niederländer kontrollieren, was sie von uns Autofahrern verlangen. Die Strafen für Geschwindigkeitsüberschreitungen sollen happig sein, habe ich gehört, und Toleranzen gibt es auch keine. So liberal unsere westlichen Nachbarn sonst auch sein mögen - die Autofahrer haben sie fest im Griff.

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Die Partei der Stillen

Erster Mai Zweitausendzwölf. Es ist Dienstag. Maifeiertag, auch Kampftag der Arbeiterbewegung genannt. In Dortmund findet die zentrale Kundgebung des DGB statt. Ein junger Rapper rappt gegen Rechts. Die Rechten marschieren derweil in Bonn auf. All das geschieht unter den aktuellen Wahlplakaten aller Parteien, denn es ist Wahlkampf in NRW. Das ist nicht zu übersehen – und heute auch nicht zu überhören. Ich allerdings weiß das alles nur aus dem Auto-Radio. Inzwischen sitze ich nämlich auf einer Bank an einem Wanderweg im Sauerland, genieße die Waldesruh und frage mich nur eins: Muss Politik eigentlich so laut sein? Wo ist eigentlich die Partei der Stillen?

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Lyoness

Ein neuer Stern ist aufgegangen am deutschen Geiz-ist-geil-Himmel. In Österreich schon kräftig aktiv, ist Lyoness in Deutschland eher noch unbekannt. Noch! Ein Heer von Business-Partnern bemüht sich derzeit, das lukrative Rabatt-System auch hierzulande an den sparwütigen Kunden zu bringen. Manch ein Internetforum ist bereits voll mit seitenlangen Diskussionen. Pyramidenspiel, Schneeballsystem, Abzocke, Betrug - es gibt wohl keine Anschuldigung, die Lyoness und seinem Gründer Hubert Freidl noch nicht vorgeworfen wurde.

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